Mittwoch 27. August 2014
Jahrbuch
Menschenrechte
2012 | 2013

Inhalt:

Willkommen auf der Homepage des Jahrbuch Menschenrechte!


Soeben ist das neue Jahrbuch 2012|2013 zum Thema Meinungsfreiheit erschienen
(Böhlau Verlag Wien - Köln - Weimar)



unknownMeinungs-, Informations- und Medienfreiheit sind Ausdruck gesellschaftlicher Vielfalt und Bedingung demokratischer Verhältnisse: Zugang zu Information und die freie Äußerung und Verbreitung von Ansichten fördern den kritischen Diskurs und damit gesellschaftliche und politische Entwicklungen. Die Ausübung dieser Grundrechte ist aber auch mit Macht und Verantwortung verbunden: Monopole und Desinformation gefährden die Meinungsfreiheit ebenso wie staatliche Kontrolle und Einschränkung der Medien. Das aktuelle Jahrbuch befasst sich mit Formen, Gefährdungen und Chancen der Meinungsfreiheit, der Situation in ausgewählten Staaten sowie mit Struktur und Verantwortung von Medien; der Serviceteil informiert wie immer über aktuelle institutionelle Entwicklungen im Bereich der Menschenrechte.



"Das Jahrbuch Menschenrechte ist rundweg ein Gewinn. Wohltuend, daß sich die Beiträge von einer rein gesinnungsmäßigen Menschenrechtsrhetorik fernhalten. Sie verstehen sich als Teil einer notwendigen Menschenrechtspolitik und wollen vor allem für eines sorgen: Transparenz." Die Zeit


Inhalt


Editorial


Vorwort


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Nachruf


Vor kurzem hat uns die Nachricht erreicht, dass unser langjähriger Mitherausgeber des Jahrbuch Menschenrechte Franz-Josef Hutter verstorben ist.



Nachruf Dr. Franz-Josef Hutter


Franz-Josef Hutter ist am 26. Juni 2013 in seiner Wohnung in Mannheim gestorben. Er wurde noch nicht einmal 50 Jahre alt. Wir trauern um ihn und mit seinen Verwandten und Freunden.


FJH, wie wir seinen Namen abkürzten, wurde 1963 in Griesbach in Niederbayern geboren. Nach Schulzeit und kaufmännischer Lehre studierte er Politische Wissenschaften, Geschichte und Soziologie in Duisburg, Heidelberg und Mannheim. Er promovierte 2002 bei Hermann Weber zum Dr. phil. und lebte bis zu seinem Tod als Politikwissenschaftler in Mannheim.


Bald nach seinem Umzug nach Mannheim wurde er 1994/95 ehrenamtlich bei Amnesty International aktiv. Menschenrechte wurden sein Lebensthema. Das Schicksal von Menschen, deren Rechte mit Füßen getreten wurden, ließ ihn nicht mehr los. Solidarität mit ihnen war ihm selbstverständlich. Hervorragend besetzte und wesentlich von ihm vorbereitete Veranstaltungsreihen unterstützten Kampagnen und Aktionen der Menschenrechtsbewegung.


Mit zahlreichen Veröffentlichungen leistete er eine politisch-intellektuelle Durchdringung der Probleme, die einem besseren Menschenrechtsschutz im Wege stehen. Menschenrechte in Deutschland (1997 und 1998), in Europa (1998), Menschenrechte von Flüchtlingen (1999), in der Wirtschaft (2009) und in der Entwicklungszusammenarbeit (2004) – alles dies waren Themen, die er, meist mit einem Mitherausgeber zusammen, zu Büchern machte. Aber nicht nur das: Das „uneingelöste Versprechen“ nannte er das von ihm gemachte Buch über die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, als diese 2008 sechzig Jahre alt wurde. Zum 65. Geburtstag von Volkmar Deile 2008 leistete er die Hauptarbeit an dem Buch „MenschenrechtsFragen“. Von 1998 bis zu seinem Tod gehörte er zum Herausgeberkreis des „Jahrbuch Menschenrechte“ und war lange Jahre dessen Redakteur. Er hat viel für die ausgezeichnete Qualität vieler Beiträge im Jahrbuch und für das Jahrbuch selbst getan. Diese Arbeit kann man nicht genügend würdigen.

Sein wichtigstes Werk ist zweifelsohne „No rights. Menschenrechte als Fundament einer funktionierenden Weltordnung“, das 2003 als Fortentwicklung seiner Dissertation im Berliner Aufbau-Verlag erschien. In dem Buch schreibt er, dass die weltweite Menschenrechtsbewegung „der Unterstützung bedarf, gerade aus jenen Staaten, in denen die Menschenrechtsidee besser verwirklicht ist. Dieser Überzeugung fühlt sich der Autor verpflichtet, aus ihr heraus wurde dieses Buch geschrieben“. Man könnte auch sagen: „aus ihr heraus hat er sein Leben geführt“.


Franz- Josef Hutter war ein begnadeter Büchermacher, er war ein erfolgreicher Vermittler des Anliegens der Menschenrechte, er hat viele wichtige Beiträge zum inhaltlichen Diskurs über die Menschenrechte beigesteuert. Er liebte – manchmal auch hitzige – Debatten. So wollen und werden wir ihn in Erinnerung behalten.


Volkmar Deile, Gabriele von Arnim, Heiner Bielefeldt, Ulrike Davy, Stefanie Dörnhöfer, Christoph Gusy, Brigitte Hamm, Sabine Kurtenbach, Carsten Tessmer, Hannes Tretter



Jahrbuch Menschenrechte - Redaktion
Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte (BIM) zhd. Mag. Stefanie Dörnhöfer
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